Archive for the 'Hundertwörter' Category

Das Große Germanicum

Die philologische Kompetenz auf der Trainerbank spielt beim HSV derzeit eine große Rolle. Auf den ehemaligen Deutschlehrer Michael Oenning folgte Rodolfo Cardoso, der seinen Trainerschein aufgrund mangelnder Kenntnisse in dieser Sprache nicht erhalten hat. Frank Arnesen, Sportdirektor mit dänischem Akzent, suchte einen Nachfolger. Eine Anforderung war: Er sollte des Deutschen mächtig sein. Arnesen fand in Thorsten Fink einen Mann, der dieses Profil zur vollsten Zufriedenheit erfüllte. Von der Tatsache, dass Fink zuvor einen Verein in der Schweiz trainierte, ließ man sich in Hamburg nicht abschrecken. Die Eidgenossen empfinden das Teutonische in ihrem Herzen als Fremdkörper und sprechen lieber unverständliche Dialekte.

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Nehmt Abschied Brüder

Christian Zaschke schreibt im aktuellen SZ-Magazin über die Krokodilstränen scheidender Bundesligastars. In der Kolumne „Das verstehe ich nicht“ fragt er sich, warum die Abschiede von Nuri Sahin, Manuel Neuer und Holger Stanislawski so sentimental waren. Alle drei haben sich doch für einen viel besseren Club entschieden.

Hätten sich die Akteure lieber ein Beispiel am HSV genommen. Hier sagte Trainer Armin Veh am Tag nach der Nullzusechs-Schlappe gegen Bayern Servus. Nicht leise sondern mit einem schallenden Lachen. Er wirkte wie ein Pennäler, der frisch aus dem Mathe-Abi gekommen ist und schnurstracks die Raucherecke aufsucht. Auch eine Art zu gehen.


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